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Die Magie der Cavalcade Classiche

Die Magie der Cavalcade Classiche

Die faszinierendsten Ferraris haben die Straßen Sardiniens bevölkert

Jeder Ferrarista hat bei der Cavalcade Classiche seinen eigenen Rhythmus gefunden. Die einen genießen den Wind und das Licht Sardiniens, während sie gemächlich mit ihrem 500 TRC „dahintuckern“, die anderen steigen gerne aufs Gas, wirbeln richtig Staub auf und lassen sich den Fahrtwind um die Nase wehen. Wenn man eins mit seinem Ferrari wird, gibt es kein richtig oder falsch. Das Geräusch des Getriebes, das Quietschen der Reifen in den Kurven, der wohlvertraute Klang des Motors. „Alterserscheinungen“ von Fahrzeugen, die sich - nicht zuletzt dank der fachkundigen Restauration bei Ferrari Classiche - bestens gehalten haben.

 

Die unverwechselbare Silhouette des Dino 246, die Eleganz des 250 California SWB, der 750 Monza   und seine Verweise auf das gleichnamige Modell, das eben erst vom Cavallino Rampante vorgestellt wurde. 

Während man all dies genießt, fragt man sich, für welche anderen Erfahrungen es sich lohnen würde, aus allen Teilen der Welt herbeizuströmen. Welche anderen Reisen wären es wert, mehr als 800 km zu fahren? Welche Leute sollte man unbedingt treffen, wovon nähme man sich drei Tage lang eine Auszeit? Endlose Geraden und gewundene Straßen, unzählige Blicke, denen man am Wegesrand begegnet, beeindruckte Gesichter. Die Kinder aus Aggius und ihre Fragen, die Überraschung und das Staunen der Touristen, das Leben in den Dörfern von der Durchfahrt der Kolonne einen Moment lang unterbrochen. Auf den alltäglichen Strecken hat man fast nie Gelegenheit, sich so einfach Gesichter und Geschichten ins Gedächtnis einzuprägen. Es ist vielleicht eine Frage der Energie. Sie vertreibt von Etappe zu Etappe die Müdigkeit, die der Freude weicht, an einem Fest teilzunehmen.

 

Dann beginnt man erst zu verstehen. Zwar hatte man vorher schon von der Cavalcade gehört, aber wenn man selbst dabei ist, ist es so viel mehr als eine Fahrt mit dem eigenen Ferrari-Oldtimer. Als erstes ist man von der Initiative und Entschlossenheit einer reisenden Gemeinschaft beeindruckt, die sich zwischen den Motoren wie zu Hause fühlt und dieselbe DNA in sich trägt, dank der man sie in der Menge der Fans sofort erkennt. Mehr als zwanzig Nationen, vereint von einem unbeschreiblichen Band, das spontan während der Reise entsteht. Wenige Dinge wecken so viele Erinnerungen wie das Fahren, lassen Bruchstücke von Liedern an die Oberfläche kommen, regen zu Erzählungen an. 

Bis zur nächsten Serpentine der Costa Smeralda, wo die großartige Landschaft die Stille eines „andächtigen Stopps“ auferlegt. Nach so viel Straße endlich das Meer. Am Hafen von Palau lädt ein Schiff, das ausgerechnet Enzo heißt, eine bunte Karawane aus über 70 Wagen ein. Die Ferraris reihen sich präzise auf der Brücke aneinander und durchqueren den Meeresarm des Archipels, als ob die Überfahrt nur ein weiteres Stück Straße wäre. Als das erste Auto langsam auf die Rampe gleitet und den Pier berührt, ist das Dorf La Maddalena plötzlich wie verwandelt. Die Trägheit eines Urlaubsmorgens löst sich auf und die Piazzetta ist von Motorengeräuschen, Stimmengewirr und Händeschütteln erfüllt.

 

Wir sind am Ende der Reise angelangt, es ist Zeit, die Tradition der Abschlusszeremonie zu ehren, mit der jeder Ferrari und sein Team sich den Inselbewohnern präsentieren. Ein paar Abschiedsworte vor der Abreise, mit denen ein Mädchen dem Publikum danken möchte: „Das schönste Schauspiel war eure Begeisterung für Ferrari, dieselbe Begeisterung aller Leute, die mich während der Cavalcade aufgenommen haben.“ Erfahrungen, die in Erinnerung bleiben, die man unbedingt ausprobieren sollte.

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