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31/07/2018

Goodwood 2018 Hillclimb in einem Ferrari 812 Superfast

Wir fahren den weltberühmten Hillclimb in Ferraris neuestem V12

Ich quetsche mich durch die Menge. Ferrari ist beim Goodwood Festival of Speed eine beliebte Attraktion, ​​und im Supercar-Paddock hat man wegen all der Leute oft Probleme, die Autos zu sehen. Aber ich habe einen Termin einzuhalten, also muss ich nach vorne gelangen. Ich nenne meinen Namen, das Seil wird angehoben, und ich bin durch, fast auf Tuchfühlung mit dem Ferrari-Aufgebot.

 

Ich bin der Glückspilz, der im Ferrari 812 Superfast den Hügel erklimmen darf. Der Super-GT mit 800 PS setzt neue Maßstäbe für den legendären V12-Motor aus Maranello. Es ist der stärkste Saugmotor, den die Welt jemals gesehen hat. Und ich werde seine volle Power vor den Goodwood-Massen erleben.

Rob Barff ist der Fahrer, der den 812 Superfast auf dem berühmten Goodwood-Kurs „von der Leine lassen“ wird. Er ist ein erfahrener GT- und LMP-Fahrer - „Du wirst es genießen!“ sagt er zu mir. Er lächelt: „Fast so sehr wie ich..!“ Mit stramm sitzender Ferrari-Teamjacke schnappe ich meinen Helm und gehe schnurstracks zum leuchtend gelben Superfast. Mit dem Helm auf den Kopf klettere ich hinein, nehme aufgeregt Platz, schnalle mich an und warte darauf, dass Rob dasselbe macht. „Bereit?“ fragt er, dann startet er den V12. Nahezu explosiv dreht der Motor hoch. Die Menge dreht sich erwartungsvoll um. Rob dreht am Manettino und waltet seines Amtes: Er tritt das Gaspedal durch, der Motor heult auf, die Hinterräder drehen durch und wir driften rasant zur Goodwood-Startlinie.

 

„Du hast die Wahl“, sagt Rob: „Launch Control oder qualmende Reifen?“ Ich wähle ersteres. Meine Fahrt im Superfast soll möglichst schnell sein. Wir kriechen auf die Linie zu, warten auf das Signal: Als wir es bekommen, reagiert Rob sofort und wir rasen den Goodwood Hillclimb hoch. Die Beschleunigung ist unglaublich. Mein Magen fühlt sich an, als wäre er an der Startlinie geblieben. 

In einem Ferrari 812 Superfast gegen die Ziellinie Foto: Motoring Research 

Rob rast auf die erste Kurve zu und bremst nicht, bis wir fast drauf sind – nur Sekunden nach dem Start und es ist bereits erschreckend fantastisch. Er erfüllt meinen Wunsch nach Geschwindigkeit, indem er den 812 Superfast mit millimetergenauer Präzision steuert. Der V12-Motor klingt glorios, und der Grip der Reifen ist endlos, als Rob totale Hingabe am Steuer unter Beweis stellt.

 

Ich erspähe mich auf der Video-Wand neben dem Goodwood-Kurs: Die Kameras können kaum mithalten, und die Zuschauer haben sich versammelt, um das Spektakel zu verfolgen. Ich schaue zurück auf den Kurs und sehe die berüchtigte Flint Wall-Passage nur Millimeter von uns entfernt: Eine fahrerische Meisterleistung von Rob. Und dann, weiter vorne, sehe ich die Ziellinie. Wir beschleunigen mit maximaler Geschwindigkeit darauf zu, die Flagge wird geschwenkt und schließlich kann der 812 Atem schöpfen. Ich auch. Meine Hände zittern, meine Augen sind weit aufgerissen und ich kann kaum sprechen. „Wie war's?“ sagt Rob, als wir ins Ziellinien-Paddock fahren. „Unglaublich“, keuche ich. „Einfach unglaublich… Danke!“ Rob lächelt. „Du musst mir nicht danken, ich hatte auch Spaß. „Und morgen darf ich wieder...“