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12/09/2017

Siebzig Ferraris in Pebble Beach

Die Wagen im Zeichen des Cavallino wurden beim diesjährigen Pebble Beach Concours d'Elegance besonders gewürdigt

Nur wenige Jubiläen werden mit so viel Begeisterung gefeiert, wie der 70.Jahrestag von Ferrari. Auch wenn der Mythos Ferrari ein globales Phänomen ist, so würden doch sogar die glühendsten Tifosi zugeben, dass die USA eine bedeutende Rolle beim Ankurbeln des Interesses für Enzo Ferrari’s entstehendes Automobilunternehmen gespielt hat.

 

Daher ist es auch keine Überraschung, dass der Pebble Beach Concours d’Elegance 2017 – die wohl prestigeträchtigste Automobilveranstaltung Amerikas – die Wagen im Zeichen des Cavallino Rampante gesondert hervorheben würde.

Der Ferrari 166MM Barchetta war einer der Ferraris, die am Pebble Beach Concours d'Elegance gefeiert wurden 

Ferrari ist zwar daran gewöhnt, auf die eine oder andere Weise, als Star in Pebble Beach aufzutreten, denn 2014 war Jon Shirleys Ex-Roberto Rossellini 375MM einer der wenigen Nachkriegssportwagen mit der Auszeichnung “Best-in-Show”, aber auch bei solch berauschenden Verhältnissen war die diesjährige Veranstaltung von hoher Wichtigkeit.

 

Siebzig Ferraris versammelten sich auf dem berühmten Rasen, unterteilt in vier Kategorien: Grand Touring, Competition, Major Race Winners und One-Off Specials.

 

Ferraris werden nicht nur wegen ihrer Schönheit angehimmelt, sondern weil ihnen meistens auch eine interessante Geschichte anhaftet. Und so gab es einige beeindruckende Herkunftsgeschichten bei den Pebble Beach Bewerbern dieses Jahr. Können Sie sich bei den Rennfahrzeugen einen emotionaleren Anblick vorstellen, als den vom letzten Ferrari, der in Le Mans unangefochten den Titel holte?

 

Das war 1965, als Jochen Rindt und Masten Gregory in einem 250 LM den Sieg einfuhren. Dieser Wagen trug das NART-Schild und den Stempel des unermüdlichen Luigi Chinetti. Hier waren somit viele Geschichten in einem Auto miteinander verwoben.

 

Es gab noch weitere Le-Mans-Gewinner, darunter der TR59/60, der 1960 mit Olivier Gendebien und Paul Frère am Steuer den Gesamtsieg einheimste. Und die vielleicht wichtigste Ehrung von allen für den aufstrebenden Ferrari erhielt 1949 die siegreiche Touring-Karosserie des 166 MM Barchetta (mit dem bemerkenswerten Chinetti als Fahrer). 

Ein Ferrari 250 Monza Scaglietti Ponton Spyder, der in den USA "lauter Mund" genannt wurde, wo er sein Renndebüt machte 

Erstaunlicherweise gewann dieses besondere Chassis auch die Mille Miglia. in dem Jahr. Ferraris Unikate und Sonderausführungen sind ja nicht nur ein Zweig des Familienbaums, sondern ein ganzer Wald für sich.

 

In den USA waren Designer wie Harley Earl und Bill Mitchell mit der Neudefinierung der Fahrzeugästhetik, die damals im Zeichen des Düsenzeitalters stand, beschäftigt, weshalb die Boano-Karosserie des Ferrari 250 GT suggeriert, dass dieser Einfluss von Detroit über den Atlantik geschwappt sein könnte. 

Fünf 250 GTs bekamen ihre Karosserien von Zagato, einem der einflussreichsten Designern unter den Karosseriebauern, und den Besuchern von Pebble Beach war es vergönnt, einen Blick auf diesen unvergleichlichen Wagen zu werfen.

 

Natürlich gab es auch seltene Kuriositäten zu bestaunen. Nicht, dass man einen Ferrari 412 P als Kuriosität bezeichnen sollte, aber seine gelbe Farbe lässt ihn ungewöhnlich erscheinen.

 

Tatsache ist, dass dieses aussergewöhnliche Chassis mit der Nummer 0850, das ursprünglich von dem berühmten Rennteam Ecurie Francorchamps gefahren wurde (daher die Farbe), später von Dino Martin, dem Sohn der Rat-Pack-Legende Dean Martin gekauft wurde. 

Ein Ferrari Daytona nimmt an der Parade der klassischen und zeitgenössischen Modelle teil 

Er liess diesen Wagen umfangreich und kostspielig für die Strassennutzung umrüsten. Danach wurde er oft gesehen, wie er am Lenkrad des Wagens den Sunset Boulevard entlang fuhr.

 

Nun konnte er hier, fast 40 Jahre später, 400 Meilen die Kalifornische Küste hoch und mit einer makellosen Pebble-Plakette versehen, bewundert werden.



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