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Rennen
30/05/2018

Teamfarben

Die Vielfalt und der Einfallsreichtum der Rennlackierungen verleiht der 488 Challenge-Serie buchstäblich Farbe

Im Englischen verwendet man für die Rennlackierung gerne den Begriff "livery", der auch mit den Pferdeställen (livery stables) zusammenhängt.Und so wie die Rennpferde im Stall, werden in der Ferrari 488 Challenge-Rennserie die Fahrzeuge und Fahrer im Rennstall "gehegt und gepflegt". Der Begriff "livery" beinhaltet aber auch Farben, Grafiken und Optik.Bei den 488 Challenge-Rennwagen kann es ja mitunter eine echte Herausforderung sein, die Autos zu unterscheiden, wenn sie mit vollem Karacho auf der Strecke unterwegs sind.Hier kommen die Farben für Teams und Fahrer ins Spiel.

Und in der Ferrari 488 Challenge kennt der Erfindungsreichtum keine Grenzen.Die Vielfalt an Farben und visuellen Effekten ist verblüffend. Dazu gehören auch ein paar knallige Farbtöne: Die spiegelblaue Lackierung von Tommaso Roccas Rossocorsa-Teamwagen ist nicht zu übersehen, und auch der zitronengelbe Formel-Rennwagen von Per Falholt ist alles andere als dezent. Die Wagen von Ineco-MP Racing springen noch mehr ins Auge: Manuela Gostner setzt auf Hellgrün, Thomas Gostners auf Neonorange und Erich Prinoth auf leuchtendes Gelb.Hochglanzstreifen verstärken diesen Effekt noch zusätzlich.

Manuela Gostners markantes Grün 488 führt das Feld in Spa an  

Rennstreifen sind im Übrigen sehr beliebt: zum Beispiel auf dem rot-schwarzen Auto von Christoforou Pantelis, ein mehr als deutlicher Hinweis auf das Straßenwagen-Sondermodell 488 Pista von Ferrari. Christian Overgaards Rennwagen ist einer von mehreren, die das Grün/Weiß/Rot-Streifenthema der italienischen Nationalflagge verwenden. 
Die Nationalfarben sind also für viele Fahrer und Teams von großer Bedeutung. Zum Beispiel prangt auf dem Team Pozzi-Auto des Franzosen Henry Hassid das Rot, Weiß und Blau der französischen Trikolore. Oft sind die Nationalflaggen der Fahrer auf dem Heckspoiler zu sehen: Das markante Auto des britischen Fahrers Chris Froggatt im Sky-Design kombiniert Weiß mit abgestuften Streifen in Rosa und Violett.

Das spiegelblanke Finish von Tommaso Roccas Rennfahrer ist unverkennbar 

Am Start kann man die Flaggen von Ländern wie Schweiz, Deutschland, USA und auf Tani Hannas Auto sogar den libanesischen Zederbaum erspähen. Die Team-Designs sind oft bis ins kleinste Detail durchdacht. Zum Beispiel sind die Wagen des Schweizer Teams Octane 126 "spiegelbildlich" lackiert: Ein Auto ist halb weiß, halb grau mit einem roten Mittelstreifen, das andere halb rot, halb grau mit einem weißen Streifen. Es lohnt sich in jedem Fall, einen genaueren Blick auf die Autos zu werfen. Wir lieben die dezenten grauen Muster auf Jens Liebhausers weißem Formel-Rennwagen, und die mattrote Lackierung des Schwesterautos von Niklas Nielsen ist ein echtes Kunstwerk.

Hell ist richtig: Corinna Gostners Auto hat eine schockierende pinkfarbene Lackierung 

Manchmal wirken die Designs auch absichtlich ein bisschen furchterregend; schließlich geht es auf der Rennstrecke oft sehr knapp her. Ein knallorangefarbenes "Maul" auf seinem Rennwagen verschafft Murat Ruhi Cuhadaroglu sicherlich einen visuellen Vorsprung. Aber den Vogel schießt wohl Fons Scheltema – ehemaliger Gewinner eines "Best Livery"-Awards – ab. Auf seinem Kessel Racing-Auto in leuchtendem Orange sind vorne Haifischzähne lackiert. Platz da! Etwas weniger einschüchternd ist wahrscheinlich das violett-silberne Auto von James Weiland, das er liebevoll "Erin" getauft hat. Das passt im Übrigen zu seinem FXX K-Rennauto, das "Princess Peach" heißt!