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Casey Stoner in Maranello

Casey Stoner in Maranello

Werksbesichtigung und ein 488 Spider für den zweifachen australischen Weltmeister

Der zweifache MotoGP-Champion Casey Stoner hat Ferrari einen Besuch abgestattet. Empfangen wurde er von Scuderia Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen, der gerade in Fiorano im Einsatz war. Er begleitete ihn zur Rennstrecke und leistete ihm beim Mittagessen Gesellschaft. Die beiden haben unter anderem über ihr magisches Jahr 2007 gesprochen, in dem sie sich beide zum Weltmeister gekrönt hatten.

Hinter dem Lenkrad. Dem Australier wurde ein Ferrari 488 Spider zur Verfügung gestellt, den Stoner auf den Straßen der Gegend bis nach Bologna fuhr: „Das Handling ist außergewöhnlich, ebenso das Ansprechverhalten, praktisch ohne Turboloch und mit einer Leistung ab den niedrigen Drehzahlen. Der Wagen hat eine optimale Bodenhaftung und macht sehr viel Spaß beim Fahren, egal ob man aufs Gaspedal drückt, oder etwas gemächlicher unterwegs ist.“ Zurück in Maranello, nahm der Pilot an einer speziellen Werksbesichtigung teil, bevor er sich auf den Weg nach Mugello, zu Ferraris Rennstrecke machte, wo der Große Preis von Italien der MotoGP ausgetragen wird.

Stoner, ehemaliger MotoGP-Champion, genießt eine Tour durch die Ferrari-Produktionslinien
Stoner, ehemaliger MotoGP-Champion, genießt eine Tour durch die Ferrari-Produktionslinien

Im Herzen des Unternehmens. Casey Stoner besuchte die Motorenabteilung, das Atelier, die Abteilung Nuova Meccanica und die Montagelinien und begab sich dann in die Ferrari Classiche-Werkstatt, wo er unter anderem einige der Wagen bewundern konnte, die an der Mille Miglia und am Concorso d'Eleganza der Villa d'Este teilgenommen hatten. In jeder Abteilung posierte er für Fotos mit den Ferrari-Mitarbeitern und schrieb unzählige Autogramme.

Stoner und Räikkönen: Der MotoGP-Champion von 2007 hat den F1-Weltmeister 2007 getroffen
Stoner und Räikkönen: Der MotoGP-Champion von 2007 hat den F1-Weltmeister 2007 getroffen

Atemberaubende Power. Dann ging es für den 38-fachen MotoGP-Grand-Prix-Sieger weiter zu GES und in die Hangars, wo die F1 Clienti-Einsitzer und die kraftvollen Autos der XX-Programme untergebracht sind. Stoner war verblüfft von der unglaublichen Leistung des neuen FXX K EVO mit 1060 PS, der sich vom V12-Saugmotor ableitet, und dem aus der Formel 1 stammenden Hy-Kers-Hybridsystem, verweilte aber auch sehr lange bei den Lenkrädern der Rennwagen. „Natürlich sind sie viel komplexer als die Schaltelemente, die wir auf unseren Rennmotorrädern haben“, so der Australier. „Sowohl die Formel-1-Autos als auch unsere MotoGPs sind ein Konzentrat an Technologie, aber das Lenkrad der Rennautos ist wesentlich komplexer. Es muss auch gesagt werden, dass es für einen Autofahrer einfacher ist, das Lenkrad zu bedienen, während ein Motorradfahrer sich mit einem viel steiferen Handschuh auseinandersetzen muss und ihm selbst auf der Geraden nur wenig Zeit zum Reagieren bleibt. So muss der Motorradfahrer auch auf der Geraden damit rechnen, dass die Maschine sich aufbäumt und unbedingt auf das Schild der Mechaniker an der Boxenmauer achten, das oft äußerst wichtige Informationen enthält. Das heißt, dass die Zeit zum Betrachten des Displays und zum Ändern der Parameter sehr kurz ist.“

Stoner testete den neuesten 488 Spider auf den Straßen rund um Maranello
Stoner testete den neuesten 488 Spider auf den Straßen rund um Maranello

Auf Wiedersehen. Vor seiner Abreise in die Toskana zeigte sich Stoner von seinem Besuch mehr als begeistert: „Ich finde es außergewöhnlich, wie dieses Unternehmen es schafft, Spitzentechnologie und Präzisionsarbeit bei der Herstellung von Autos zu vereinen. Ich werde auf jeden Fall zu Ferrari zurückkehren, weil es ein einzigartiger Ort ist.“

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