LOADING ...
Menschen
17/10/2016

Guy Berryman: Klassiker, eine wahre Leidenschaft

Der Bassist von Coldplay mit seinem 365 GTC zu Besuch bei Ferrari

Davon träumt wohl jeder: das Hobby zum Beruf zu machen. Guy Berryman, der Bassist von Coldplay, hat noch einen draufgesetzt: So ist es ihm nicht nur gelungen, seine Leidenschaft für die Musik in einen höchst erfolgreichen Beruf zu verwandeln. Bei ihm hat es auch in der umgekehrten Richtung funktioniert - so hat er den Beruf, den er ursprünglich ergreifen wollte, in eine Leidenschaft verwandelt.

 

„Ich hatte mich an der Fakultät für Maschinenbau am University College London eingeschrieben“, so Berryman. Ich war überzeugt, dass dies mein Lebensweg sein würde, die Musik war ein wichtiges Hobby, aber immer noch ein Hobby. Dann jedoch...“.

 

Dann jedoch traf Guy am College Chris MartinWill Champion und Jonny Buckland und gründete mit ihnen Coldplay, eine der bekanntesten Bands der 2000er-Jahre.

Guy Berryman besucht die Abteilung Ferrari Classiche in Maranello 

Die Liebe zur Mechanik ist aber geblieben. Eine Liebe, die er von seinem Vater Rupert geerbt hat. Dieser war einer der Ingenieure, die bei den kolossalen Tunnelarbeiten unter dem Ärmelkanal dabei waren und seit jeher eine andere Leidenschaft hegte: jene für Oldtimer. So wuchs der kleine Guy mitten unter vierrädrigen „Juwelen“ auf. Als er es sich leisten konnte, begann er, selbst welche zu sammeln. Natürlich auch von Ferrari.

 

„Ich bewundere die Liebe zum Detail, die Ferrari immer in seine Modelle gesteckt hat, sowohl bei den Motoren, als auch im Design. Zu meinen Favoriten gehört ein 275 GTB - ein klassischer „Scheunenfund“, den ich in Amerika gekauft habe.

 

Ich brachte ihn nach England und begann, ihn zu restaurieren, um ihn wieder auf Vordermann zu bringen: der Besitzer hatte die Karosserie umgebaut und ihm eine lange „Schnauze“ verpasst. Nun sieht er wieder aus wie neu. Seine Farben sind einfach phantastisch: außen piniengrün, innen orange. Außerdem habe ich eine Schwäche für diesen 365 GTC.“

 

So ist der Musiker am Steuer seines wunderbaren Gran Turismo nach Maranello gekommen, den er der Classiche-Abteilung für eine Generalüberholung und  - vor allem -  für eine Lackierung in Originalfarbe anvertraut hat, bevor ein Echtheitszertifikat ausgestellt werden soll. 

Die Vintage-Sammlung des Bassisten umfasst einen 365 GTC und einen 275 GTB 

„Ich bin von England hierher gefahren. Nach einer langen Welttournee und vor Beginn der nächsten Tournee, die in Australien startet und quer durch Europa (im Juli sind zwei Termine in Mailand vorgesehen) und anschließend durch Amerika und Asien führt, habe ich mir eine Woche Urlaub genommen. In Frankreich, der Schweiz und in Italien bin ich pro Tag etwa drei bis vier Stunden gefahren.

 

Zugegebenermaßen verspüre ich eine gewisse Rührung bei dem Gedanken, dass dieses Auto im Jahr 1969 aus dieser Fabrik gekommen ist und sich hier und jetzt in der Gesellschaft von vielen anderen außergewöhnlichen Modellen befindet. Bestimmt hat es sich gedacht: ‚Endlich bin ich zu Hause‘.“