LOADING ...
Living
27/04/2018

Lassen Sie Ihren inneren "Pilota" heraus

Die vier Pilota-Kurse von Ferrari vermitteln den Kunden, wie sie ihre Wagen beherrschen und richtig Spaß haben können

Auf dem Fahrersitz eines 488 GTB angeschnallt, drücken Sie das Gaspedal, hören das Röhren des V8-Motors, wenn er auf Touren kommt, und drehen Ihre Runden auf der Rennstrecke: Willkommen zu Corso Pilota, den Fahrkursen, die Ferrari seinen Kunden mit ernsthaften Fahrambitionen anbietet. Es gibt vier Levels: Sport, Advanced, Evolution und Challenge. Jeder von ihnen vermittelt durch Rennstreckenaktivitäten - wie z.B. Übungen zur Fahrzeugbeherrschung auf rutschigem Untergrund mit wenig Grip - essentielle Fahrtechniken. So bekommen Sie das nötige Gespür für die wahre Leistung Ihres Ferrari. 

Jeder Kurs erfordert die Beherrschung von Inhalten und Fahrkenntnissen, die immer technischer und komplexer werden und nur denjenigen Kunden offen stehen, die den vorherigen Level erreicht haben. Das Ausbilderteam besteht aus hochqualifizierten, erfahrenen Trainern mit professioneller High Performance-Ausbildung, die selbst auf Profiniveau fahren. Abgesehen von ihren zahlreichen Fähigkeiten und Fertigkeiten sprechen sie auch mehrere Sprachen - was angesichts des ausgeprägten internationalen Backgrounds der Teilnehmer nicht unerheblich ist. Bei der jüngsten Ausgabe des Sport-Kurses - dem Corso Pilota "Entry-Level", der vom 23. bis 24. April in Maranello stattgefunden hat - waren 27 Ferrari-Besitzer aus acht Ländern, darunter Großbritannien, Ungarn, Australien und Hongkong, dabei.

 

Im Prinzip ist die Unterrichtssprache Englisch, erklärt Maurizio Mediani, einer der Direktoren und Fahrlehrer beim Kurs, der lächelnd hinzufügt: "Das Wort "bremsen" kennen wir in allen Sprachen der Welt." Die Intensität des Unterrichts nimmt mit dem Kurslevel zu, während das Verhältnis Schüler-Lehrer abnimmt; beim Challenge-Kurs - dem höchsten Level, der die Teilnehmer auf die Teilnahme an der Challenge-Rennserie vorbereitet - ist es praktisch eins-zu-eins. Ein typischer Tag beim Sport-Kurs beginnt gegen 8:30 Uhr an der Strecke in Fiorano. 

Nach dem theoretischen Unterricht im Klassenzimmer ist es Zeit, sich hinter das Steuer des 812 Superfast zu setzen 

Bevor sie sich ans Steuer setzen dürfen, wartet auf die "Schüler" eine halbe Stunde Theorie, wo sie etwas über die richtige Fahrposition lernen, wie man das Lenkrad einsetzt, wie man beschleunigt und was in der Kurve tun muss. Dann geht es auf die Strecke - hinter dem Lenkrad eines der neun 488 GTB und vier 812 Superfast Kurswagen - zum Fahren und für die Übungen mit dem Ausbilder auf dem Beifahrersitz. Die Rundenzeiten werden auch in der einen Telemetrieeinheit gegen Ende des Kurses nicht verwendet (in Fortgeschrittenen-Kursen werden mehr Telemetriedaten ermittelt und die Rundenzeiten geteilt). Die Fahrer erhalten aber Zugriff auf wichtige Daten wie die Position des Lenkrads und den Druck, den sie auf das Gaspedal und die Bremsen ausüben.

 

"Viele der Teilnehmer fahren nicht regelmäßig Ferrari", erklärt Mediani und fügt hinzu, dass der Kurs auch wichtige Fahrkünste für den Alltag vermittelt. "Wir vermitteln Fahrtechniken, die für alle Autotypen gelten", erklärt er. "Die Teilnehmer profitieren davon, dass sie lernen, das Fahrzeug unter Kontrolle zu halten, die richtige Fahrposition zu finden und vorwegzunehmen, was mit dem Auto geschieht. Wir bestehen darauf, dass die Fahrer vorausschauend fahren, dass sie wissen, was als nächstes kommt. Denn, wenn man schnell fährt, verkürzen sich die Entfernungen und die Reaktionszeiten sind entscheidend. Das ist beim Fahren im Alltag überaus wichtig."

Ein Instruktor und ein "Student" steigen in einen der 488 GTB des Kurses ein und sind bereit, die Strecke zu erreichen 

"Normalerweise sind die Kunden sehr, sehr zufrieden mit dem Kurs", so Mediani."Der Kunde spürt, dass es für uns nicht einfach ein Job, sondern pure Leidenschaft ist." Die meisten Teilnehmer sind Männer, laut Mediani zwischen 80 und 90 Prozent.Damit die Partner der Kursteilnehmer nicht allein zu Hause bleiben müssen, hat Ferrari ein Gastprogramm auf die Beine gestellt.So hatten die Begleitpersonen beim jüngsten Sport-Kurs die Wahl zwischen Stadtbummel und Personal Shopping in Modena oder "maßgeschneiderten" Spa-Behandlungen und Massagen. Im Package enthalten waren auch Abendessen und Mittagessen und - natürlich - ein uneingeschränkter Zugang zur Rennstrecke (als Zuschauer, nicht als Fahrer).

 

Außerdem durften die Gäste mit einem Fahrlehrer in einem der Kursautos auf der Strecke fahren. Dass die Teilnehmer sich amüsieren, steht außer Frage. Aber auch die Fahrlehrer haben Spaß an ihrer Arbeit."Den ganzen Tag mit dem Helm auf dem Kopf auf den Beifahrersitz geschnallt zu sein und mit 300 km/h eine Runde nach der anderen zu drehen, macht man nur, wenn man es gerne tut", so Mediani lächelnd. Jeder Kurs endet mit einem freundschaftlichen "Wettrennen" samt Preisverleihung für die Gewinner. Die Absolventen des Sport-Kurses dürfen dann einige Runden mit ihren eigenem Ferrari auf der Strecke in Fiorano drehen.