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Ein Tribut an Sizilien

Ein Tribut an Sizilien

Drei Tage lang haben über 80 Ferraris die herrlichen und herausfordernden Straßen der historischen Targa Florio befahren. Eine Reise zur Entdeckung einer vielschichtigen und faszinierenden italienischen Insel

Eleganz, Wettbewerb, Geschichte, Exklusivität: Abermals hat das Ferrari Tribute to Targa Florio den Teilnehmern all das geboten, was die Welt von Ferrari so einzigartig macht. Achtzig Teams aus aller Welt haben sich vom 10. bis 13. Oktober auf den Straßen des historischen sizilianischen Rennens getroffen, bei dem Ferrari über 30 Mal in verschiedenen Kategorien triumphiert hat. Zahlreiche begeisterte Debütanten, Liebhaber und auch ein Frauenteam waren an Bord von über 20 verschiedenen Modellen, wie zum Beispiel 458 Speciale und Speciale A, 488 Pista Piloti, 488 Pista und Pista Spider, 430 Scuderia, 599 GTO und F12 tdf dabei.

Besonders hervorzuheben sind ein Ferrari Enzo und ein 250 GT Berlinetta SWB aus dem Jahr 1961 – ein echtes Sammlerstück. Die auffälligen Lackierungen der Autos hoben sich deutlich von den hinreißenden Landschaften ab, die für drei Tage als Kulisse für die Gleichmäßigkeitsprüfungen fungierten. Begleitet wurden die Fahrzeuge von einem Publikum mit großem Faible für das Dröhnen der Motoren. 

Die Willkommensveranstaltung in Palermo war mit einem Abendessen unter den herrlichen Fresken des Palazzo Mazzarino der erste aufregende Moment für die Teilnehmer. Mit der ersten Etappe am folgenden Tag wurde dann allen klar, auf welch großartiges Abenteuer sie sich eingelassen hatten. Eine Durchquerung Siziliens vom Tyrrhenischen Meer bei Palermo bis zur Straße von Sizilien bei Siculiana an der gegenüberliegenden Küste, durch die farbenfrohe Landschaft der Insel. So fuhren die Teams auf den kurvigen, jede Menge Fahrspaß versprechenden Straßen vorbei an Orangen- und Zitronenhainen in Richtung der sonnenverbrannten Erde des Landesinneren mit kleinen Dörfern, die sich auf spektakuläre Weise an die Felsen klammern. 

Der Halt bei den atemberaubenden Tempeln der Magna Grecia bei Agrigent stellte ein besonderes Highlight dar. Auch die zweite Etappe wurde allen Erwartungen bestens gerecht: Die modernen Ferraris durften sich auf den anspruchsvollen Strecken der historischen Targa Florio der dreißiger Jahre zwischen Cerda und Castelbuono versuchen, auf denen einst legendäre Rennfahrer wie Tazio Nuvolari triumphierten. Traumhaft war die Mittagspause in Cefalù im Schatten der normannischen Kathedrale inmitten der Gassen des arabisch geprägten Städtchens, mit Blick auf das blaue Mittelmeer. 

Ganz im Zeichen der faszinierenden Architektur Palermos stand der letzte Tag, an dem es den alten Parco della Favorita zu durchqueren galt. Mittagessen und Preisverleihung fanden vor dem historischen Teatro Massimo statt. Das prächtige Gebäude aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert wurde vom Architekten Giovan Battista Basile geplant und gilt heute aufgrund seiner Schönheit und Lage als eines der bezauberndsten Theater Europas. 

Ein würdiger Abschluss einer einzigartigen Tour, an deren Ende viele Teams wohl dem berühmten Ausspruch Friedrichs II. von Hohenstaufen zugestimmt haben, der im 13. Jahrhundert über die Insel herrschte: „Ich beneide Gott nicht um das Paradies, weil ich sehr zufrieden bin, in Sizilien zu leben.“

Ferrari