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Das Mecom Racing Team Ferrari 250 GTO siegte 1963 bei den 12 Stunden von Sebring

In der GT-Rennsaison 1963 dominiert die Scuderia Ferrari die Konkurrenz

Die Scuderia ist GT-Weltmeister (über 2 Liter)

Der Siegeslauf der Scuderia Ferrari bei den Closed-Wheel-Rennen wird auch 1963 fortgesetzt, als der WM-Kalender ganze 22 Termine enthält, die allerdings nicht alle für jede Kategorie zählen. Ferrari, und insbesondere die Scuderia, dominieren die Saison und schlagen Jaguar und Shelby.

Die Scuderia Ferrari triumphiert bei drei Schlüsselrennen: Dem 12-Stunden-Rennen von Sebring, wo John Surtees und der Italiener Ludovico Scarfiotti mit einem 250 P gewinnen; dem 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring, wo der englische Pilot gemeinsam mit dem Belgier Willy Mairesse das Rennen macht; dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans, wo Lorenzo Bandini und Ludovico Scarfiotti vor fünf weiteren Ferraris siegen. Eine wahrlich legendäre Ausgabe des Rennens für das Unternehmen aus Maranello.

Lorenzo Bandini überquert die Linie mit einem Ferrari 250 TRI / 61 bei der Trophée d'Auvergne von 1963 und gewinnt das Rennen <em>Foto: M.L. Rosenthal</em>
Lorenzo Bandini überquert die Linie mit einem Ferrari 250 TRI / 61 bei der Trophée d'Auvergne von 1963 und gewinnt das Rennen Foto: M.L. Rosenthal

Diese Erfolge bringen Ferrari 71 der 126 Punkte, die dem Cavallino Rampante letztendlich den Titel verschaffen. Die anderen Punkte werden in den kürzeren Rennen gesammelt, wo die Fahrzeuge aus Maranello oft mit privaten Teams und Fahrern dominieren. So z. B. beim 3-Stunden-Rennen von Daytona, wo der Mexikaner Pedro Rodriguez hinter dem Steuer des 250 GTO des NART-Teams vor dem Amerikaner Roger Penske (später seinerseits Hersteller) siegt, der mit demselben Modell für das Team von John Mecom antritt. Oder beim 500-km-Rennen von Spa-Francorchamps, wo fünf Ferraris auf den fünf ersten Plätzen landen. Den Sieg holt sich der 250 GTO der Ecurie Francorchamps mit Willy Mairesse.

Ludovico Scarfiotti und Lorenzo Bandini auf dem Podium der 24 Stunden von Le Mans 1963 <em>Foto: Getty Images</em>
Ludovico Scarfiotti und Lorenzo Bandini auf dem Podium der 24 Stunden von Le Mans 1963 Foto: Getty Images

Die Coppa della Consuma geht an Edoardo Lualdi mit dem Dino 196 SP, während bei der Trophée d’Auvergne Bandini mit dem 250 Testa Rossa von Carlo Maria Abate gewinnt. In Goodwood bei der Tourist Trophy holen die 250 GTO von Graham Hill und Mike Parkes für das Team Maranello Concessionaires den Doppelsieg, während sich bei der Tour de France dasselbe Modell mit Jean Guichet und Jean Behra den Sieg sichert. Eine triumphale Saison.

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