Leidenschaft

Das berühmte 24-Stunden-Rennen von Le Mans beginnt. Während die Flagge fällt, rennen die Fahrer zu ihren Autos, die von Zuschauern und Fotografen beobachtet werden <em>Foto: Getty Images</em>

Die Scuderia Ferrari behauptet sich als Sport-Champion

Die Sportwagen-Weltmeisterschaften von 1961 bringen dem Rennstall aus Maranello Erfolge und Befriedigung

Die Scuderia Ferrari präsentiert sich bei den Sportwagen-Weltmeisterschaften 1961 als ein Team, mit dem man rechnen muss. Die Saison beginnt Ende März mit dem 12-Stunden-Rennen von Sebring, bei dem Ferrari zu den mit der größten Spannung erwarteten Wagen gehört.

Die schwierige US-amerikanische Rennstrecke ‒ die dermaßen uneben ist, dass man sagt, jedes Fahrzeug, das dort die 12 Stunden durchsteht, sei auch für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans geeignet ‒ bringt die Qualitäten des 250 Testa Rossa voll zum Ausdruck. 

Olivier Gendebien im Ferrari 250 Testa Rossa bei den 24 Stunden von Le Mans 1961 <em>Foto: Getty Images</em>
Olivier Gendebien im Ferrari 250 Testa Rossa bei den 24 Stunden von Le Mans 1961 Foto: Getty Images

Die Oberhand haben Phil Hill und Olivier Gendebien, die sich gegen die Teamkollegen Wolfgang von Trips, Willy Mairesse, Giancarlo Baghetti und Richie Ginther durchsetzen. Auf dem dritten Platz folgen Pedro und Ricardo Rodriguez mit dem 250 Testa Rossa des North American Racing Teams.

Von Trips und Gendebien sind auch bei der Targa Florio die Protagonisten, wo sie sich mit einem offiziellen Dino 246 SP behaupten und die Konkurrenz von Porsche und Maserati überrunden. Das dritte Rennen der Saison entscheidet der Maserati des Camoradi International-Teams für sich.

Der siegreiche Ferrari Dino 246 SP von Olivier Gendebien und Wolfgang von Trips in der Targa Florio von 1961 <em>Foto: Getty Images</em>
Der siegreiche Ferrari Dino 246 SP von Olivier Gendebien und Wolfgang von Trips in der Targa Florio von 1961 Foto: Getty Images

Die Ferraris machen auch im vierten Rennen der Saison ihr Triple. Es ist das 24-Stunden-Rennen von Le Mans, das renommierteste der Saison. Hier bewahrheitet sich in der klassischsten Weise das Omen von Sebring, und Hill und Gendebien bringen Ferrari und die Scuderia bis knapp vor den Weltmeistertitel.

Das Lacksiegel des Titels kommt dann mit dem Erfolg von Lorenzo Bandini und Giorgio Scarlatti, die für die Scuderia Mitte-Süd beim Großen Preis von Pescara das Rennen fahren. Doch es handelte sich dabei nur um eine Formsache.

Ferrari