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Scuderia Ferrari abermals Sportwagen-Weltmeister

Im Jahr 1960 erzielt Ferrari einen weiteren Sieg bei der Sportwagen-Weltmeisterschaft

Wir schreiben das Jahr 1960, und wieder ist die Sportwagen-Weltmeisterschaft eine der wichtigsten Veranstaltungen in der Welt des Motorsports. Die Weltmeisterschaft umfasst fünf legendäre Rennen: Das 1000-km-Rennen von Buenos Aires, das 12-Stunden-Rennen von Sebring, die Targa Florio, das 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring; das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Der Rückzug von Aston Martin öffnet für die Scuderia Ferrari den Weg, den Titel zurückzugewinnen. Das Unternehmen gestaltet sich jedoch nicht so einfach, denn Porsche stellt eine ernstzunehmende Konkurrenz dar. 

Cliff Allison auf dem Ferrari 246, der ihn beim Großen Preis von Argentinien 1960 auf die zweite Stufe des Podiums bringt <em>Foto: Getty Images</em>
Cliff Allison auf dem Ferrari 246, der ihn beim Großen Preis von Argentinien 1960 auf die zweite Stufe des Podiums bringt Foto: Getty Images

Die Scuderia Ferrari legt einen starken Start mit Phil Hill und Cliff Allison hin, die in Argentinien triumphieren können. Dann aber siegt Porsche dank eines Privatteams bei den 12 Stunden von Sebring und der Targa Florio, wozu auch die wendigeren Autos beitragen, die der Automobilhersteller in die Rennen schickt.

Die Weltmeisterschaft geht danach in Deutschland mit dem 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring weiter, auf der anspruchsvollen Nordschleife. Zur Überraschung aller setzt sich der Maserati von Stilring Moss und Dan Gurney des amerikanischen Teams Camoradi USA Racing durch, weshalb Ferrari unbedingt bei den 24 Stunden von Le Mans siegen muss, um den Titel nach Hause zu holen.

Olivier Gendebien auf einem Ferrari 250 Testa Rossa während der 24 Stunden von Le Mans, 1960. Er gewann das Rennen zusammen mit seinem Partner Paul Frère <em>Foto: Getty Images</em>
Olivier Gendebien auf einem Ferrari 250 Testa Rossa während der 24 Stunden von Le Mans, 1960. Er gewann das Rennen zusammen mit seinem Partner Paul Frère Foto: Getty Images

Ferrari dominiert das französische Langstrecken-Rennen und schafft es mit sechs Autos auf die ersten sieben Plätze. Der Titel ist somit gewiss. Der Erfolg war dem belgischen Duo der Scuderia Olivier Gendebien und Paul Frère – Rennfahrer, aber vor allem Journalist – zu verdanken, die an Bord des 250 Testa Rossa antraten.

Den zweiten Platz erzielte ebenfalls ein Ferrari 250 Testa Rossa, mit André Pilette – auch er Belgier – und dem Mexikaner Ricardo Rodriguez vom North American Racing Team am Steuer. Auf den Plätzen vier bis sieben platzierten sich vier weitere 250 GT SWB.

 

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