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Der Fürst von Monaco ist Gastgeber von Ferrari spectacular

Der Fürst von Monaco ist Gastgeber von Ferrari spectacular

Einige der bedeutendsten Ferraris aller Zeiten in einer Schau, für die Fürst Albert II. von Monaco die Rolle des Gastgebers übernimmt
Text

Chris Rees

Nicht weniger als 47 Ferraris – jeder einzelne davon auf unterschiedlichste Weise historisch, bedeutend und spektakulär – werden derzeit in einem absolut außergewöhnlichen Rahmen ausgestellt: in der Autosammlung des monegassischen Fürsten in Les Terrasses de Fontvieille, Monaco. Bei der Einweihung durch Fürst Albert II. von Monaco waren prominente Gäste anwesend, darunter Ferrari-Präsident John Elkann, Charles Leclerc, Ferrari-Fahrer bei der Formel-1 2019, sowie der ehemalige Formel-1-Fahrer Jean Alesi.

Da in Monaco stets die glamourösesten Formel-1-Rennen stattfinden, macht es umso mehr Freude, dort so viele F1-Ferraris gleichzeitig zu sehen. Tatsächlich kann man nicht weniger als acht Formel-1-Ferraris bestaunen, angefangen bei der Ära des Frontantriebs mit dem 246 F1, einigen Exemplaren des 312 B, bis hin zum 640 F1 von 1989, dem Auto, mit dem Nigel Mansell in Brasilien und Ungarn seine Siege einfuhr und Gerhard Berger in Portugal gewann. Ein weiteres Highlight ist der Dino 166 F2/246 Tasman, das Modell, das 1969 den Tasman Cup gewann.

Ein prächtiger Ferrari 250 GTO sowie ein markanter 250 LM Stradale und 250 TdF Berlinetta
Ein prächtiger Ferrari 250 GTO sowie ein markanter 250 LM Stradale und 250 TdF Berlinetta

Auch eine stattliche Zahl an Rennsport- und GT-Autos sind hier zu sehen. Der älteste Wagen der Schau, ein Ferrari 225 S Vignale Spider aus dem Jahr 1952, war der erste Ferrari, der jemals auf der Rennstrecke in Imola gefahren wurde – mit Alberto Ascari am Steuer. Einen historischen Einschnitt repräsentiert ein 246 SP von 1961, denn er war der erste Ferrari, bei dem der Motor im Heck verbaut wurde. Ein 512 S von 1970 wird in seiner ‚Coda Lunga‘-Ausführung von Le Mans gezeigt, der an den glamourösen Auftritt des Modells im 1971 gedrehten Film ‚Le Mans‘ mit Steve McQueen in der Hauptrolle erinnert. Der 312 PB – der Wagen, der die Weltmeisterschaft 1972 für Makes gewann – glänzt auf der Schau ebenso wie der allerletzte von Ferrari entwickelte Sportwagen-Prototyp: der F333 SP des Jahres 1993.

Die Schau beschränkt sich jedoch nicht auf Rennsportwagen: Es gibt auch zahlreiche seltene Straßenautos zu sehen. Eine prominente Rolle nehmen dabei Ferrari 250-Modelle ein. Zu den neun ausgestellten 250er-Exemplaren gehören auch Glanzstücke wie das 250 GT Pinin Farina Cabriolet (in beiden Varianten der Serie 1 und 2), der 250 GT ‚TdF‘, der 250 GT SWB Berlinetta und der 250 LM Stradale. Unbedingt erwähnt sei auch der legendäre 250 GTO, von dem ein traumhaftes dunkelrotes Exemplar bewundert werden kann.

Traumgarage: Der LaFerrari steht neben dem Ferrari Enzo, F50 und im Hintergrund einem F40
Traumgarage: Der LaFerrari steht neben dem Ferrari Enzo, F50 und im Hintergrund einem F40

Unter den Straßen-Klassikern der Siebziger- und Achtzigerjahre finden sich der Dino 246 GT, der 512 BBi und der Testarossa. Viele der klassischen Super-Autos aus Maranello sind ebenfalls präsent, etwa der ‚288‘ GTO, der F40, der F50 und Enzo – neben dem F12tdf und dem LaFerrari Aperta, Vertretern der modernsten Ferrari-Generation.

Wenn Sie diese seltenen Ferraris selbst in Augenschein nehmen möchten, sollten Sie sich allerdings beeilen: Das Fürstentum beherbergt diese einzigartige Schau nur noch bis zum 15. März 2019. Besucher können auch zahlreiche weitere Autos besichtigen, die zur Collection de Voitures de S.A.S. Le Prince de Monaco gehören. Den wahren Publikumsmagnet stellt jedoch zweifellos die Ferrari-Kollektion dar.

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