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Herkunftsgeschichte

Herkunftsgeschichte

Ein neuer Ferrari Serie Speciale wurde enthüllt, mit einem V12-Motor mit 830 PS und einer unübertroffenen Leistung – aber diese limitierte Berlinetta wird aufgrund zweier bahnbrechender Vorgänger mit Spannung erwartet
Text

Ben Pulman

Die heutige Enthüllung eines Ferrari Serie Speciale setzt die moderne Tradition des Cavallino Rampante mit extremen V12-Berlinetta-Modellen fort. Diese Fahrzeuge in limitierter Auflage sind ein Ausbund an technischen Innovationen – Motorleistung, Aerodynamik und Fahrzeugdynamik –, die für Ferraris DNA von zentraler Bedeutung sind, um die Leistung auf der Straße zu verbessern.

Das erste derartige Serie Speciale-Modell in limitierter Auflage war der 2010 vorgestellte Ferrari 599 GTO. Passend zum legendären Status dieser Zwölfzylinder-Berlinetta war der Wagen damals Ferraris schnellstes Straßenauto aller Zeiten und bewältigte die hauseigene Fiorano-Rennstrecke in einer Zeit von 1 Minute und 24 Sekunden.

Passenderweise waren die Produktionszahlen für den Ferrari 599 GTO auf nur 599 Einheiten begrenzt
Passenderweise waren die Produktionszahlen für den Ferrari 599 GTO auf nur 599 Einheiten begrenzt

Als Weiterentwicklung des fortschrittlichen experimentellen Rennwagens 599XX kann er beinahe als Straßenversion angesehen werden, da er erheblich vom Technologietransfer aus der Erfahrung der Ferrari-Ingenieure in der Formel 1 und mit dem XX-Programm profitiert hat.

Der 6,0-Liter-V12 wurde direkt vom 599XX-Motor abgeleitet, einschließlich Kurbelwelle und Auspuffkrümmer, der dem 599 GTO 670 PS bei 8250 U/min verschaffte. Die Berlinetta Serie Speciale bot außerdem die gleichen 60-ms-Schaltzeiten und die Möglichkeit mehrerer Rückschaltungen wie beim 599XX.

Das Gewicht wurde durch den umfassenden Einsatz von Verbundwerkstoffen reduziert. Zu den aerodynamischen Innovationen gehörten ‚Rad-Doughnuts‘, die nicht nur die Bremskühlung verbesserten, sondern auch dafür sorgten, dass die aus den Radkästen austretende heiße Luft so nah wie möglich an der Karosserie blieb, um den Luftwiderstand zu verringern.

2015 wurde Ferraris zweiter Serie Speciale V12 vorgestellt, der F12tdf. Wieder einmal war es der ultimative Ausdruck eines extremen Straßenautos, das ebenso auf der Rennstrecke zu Hause ist, und die Innovationen schufen eine in Bezug auf Beschleunigung, Straßenlage und Agilität unübertroffene Berlinetta.

Der Ferrari F12tdf zeichnete sich durch eine technologische Innovation in Form einer Hinterradlenkung aus, die als Virtual Short Wheelbase bekannt ist
Der Ferrari F12tdf zeichnete sich durch eine technologische Innovation in Form einer Hinterradlenkung aus, die als Virtual Short Wheelbase bekannt ist

Die Leistung stand mit einem V12-Saugmotor mit 780 PS, der bis zur roten Linie bei 8.900 U/min ein beispielloses Ansprechverhalten lieferte, außer Zweifel. Der umfassende Einsatz von Carbonfaser innen und außen reduzierte das Gewicht drastisch, da 110 kg aus dem Fahrzeug entfernt wurden.

Die Kurvengeschwindigkeiten waren dank eines deutlichen Anstiegs des Abtriebs, der für eine V12-Berlinetta mit Frontmotor ein beispielloses Niveau erreichte, ebenfalls höher. Die aerodynamischen Änderungen, um eine solche Leistung zu erzielen, waren umfangreich: stärker geneigte Heckscheibe, Lüftungsschlitze zum Abziehen der Luft aus den hinteren Radkästen und ein neu gestalteter Diffusor mit drei aktiven Aero-Klappen.

Ebenso bahnbrechend waren die berauschende Querbeschleunigung in Kurven, die auf ein um 8% gestiegenes Verhältnis zwischen Vorder- und Hinterreifen und das innovative Hinterradlenksystem – bekannt als Virtual Short Wheelbase – zurückzuführen war. In die dynamischen Steuerungssysteme des Fahrzeugs integriert, ermöglichte es das sofortige Einlenken auf kurvigen Straßen und technisch anspruchsvollen Strecken und verbesserte gleichzeitig die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten.

Die Exklusivität dieser technologischen Leistung wurde durch die begrenzte Verfügbarkeit von nur 599 Exemplaren der Modelle 599 GTO und 799 F12tdf sichergestellt, die alle an Ferrari-Kunden verkauft wurden, bevor die Fahrzeuge der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Als Widerspiegelung des Status jedes Fahrzeugs wurden der 599 GTO und der F12tdf entsprechend benannt, um legendären Fahrzeugen und Rennen in der illustren Vergangenheit des Cavallino Rampante zu huldigen.

Der Name GTO (Gran Turismo Omologata) erinnert sofort an zwei Ferraris: den 250 GTO, der in den 1960er Jahren im GT-Rennsport abräumte, und den legendären GTO von 1984, der im Grunde genommen das moderne Supercar-Genre erfand. Beim F12tdf war es eine Hommage an die Tour de France, das legendäre Langstreckenrennen, das Ferrari in den 1950er und 1960er Jahren dominierte, insbesondere mit dem 1956 250 GT Berlinetta, der vier aufeinanderfolgende Ausgaben gewann.

Der Name des neuen limitierten Ferrari Serie Speciale wird – zusammen mit weiteren Details zu seinen Leistungsmerkmalen – am 5. Mai bekannt gegeben…

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