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Veranstaltungen
21/05/2018

Mille Miglia und Tribute

Ein Fest für über hundert Ferraris

Am Samstag, 19. Mai ist in der Viale Venezia in Brescia die Ausgabe 2018 der Mille Miglia, der Neuauflage des historischen Rennens zu Ende gegangen, wo besonders Ferrari im Rampenlicht stand. 16 Fahrzeuge waren für das Gleichmäßigkeitsrennen angemeldet, das Oldtimern bis Baujahr 1957 - dem letzten Austragungsjahr des 1927 ins Leben gerufenen Rennens - offensteht. 99 Ferraris gingen beim Tribute an den Start, bei dem die Kunden der Marke ihr Fahrzeug unabhängig vom Baujahr auf der Strecke lenken durften.

Museum auf Rädern. Für die Rennwagen war der Start wie üblich in Brescia, wie bei der historischen Mille Miglia, als Fahrer wie Tazio Nuvolari, Taruffi Piero oder Giannino Marzotto um den Sieg kämpften und es dabei mit Franzosen, Deutschen und Briten „zu tun bekamen“, wobei besonders letztere schon immer ein Faible für dieses Rennen hatten. Der älteste Ferrari am Start war ein 275 Sport aus 1950, aber das Publikum am Straßenrand konnte auch einige 250 GT, zwei Testa Rossa aus 1956 und zwei Exemplare des 750 Monza bewundern. Außergewöhnliche Autos, die die Geschichte dieses Rennens geprägt haben, das von Enzo Ferrari als „weltweit einzigartiges Museum auf Rädern“ bezeichnet wurde.

 

Ikonische Orte. Bei der ersten Etappe am Mittwoch, 16. Mai, fuhr die Karawane entlang des Gardasees bis nach Peschiera und folgte dann dem Verlauf des Flusses Mincio bis nach Mantua. Von dort aus flankierten die Hunderten von Autos den Fluss bis zur Mündung in den Po, um nach Ferrara und dann an die Adria, mit Stopp in Cervia, an der Riviera Romagnola, zu gelangen. Am nächsten Tag ging es für die Mille Miglia von der Küste ins Landesinnere nach San Marino, in die Toskana (Sansepolcro und Arezzo) und nach Umbrien (Orvieto), bis die Karawane schließlich im Abendlicht in Rom eintraf und den Zuschauern einen einzigartigen Blick bescherte. Wie üblich fuhren die Wagen durch das Spalier der Menge. Dabei wurden die Ferrari-Fahrer - Rennautos ebenso wie Teilnehmer des Tribute - am herzlichsten empfangen.

Rückfahrt. In der Hauptstadt Italiens angekommen, ging es wie üblich zurück nach Brescia, vorbei an der Toskana und über den Apennin bis zur Ankunft in Parma am Freitag. Auf dem letzten Stück, kurz vor dem Ziel in Brescia, paradierten die Wagen auch vor dem Autodromo Nazionale di Monza, dem letzten verbliebenen Geschwindigkeitstempel im Panorama des europäischen Motorsports.

 

Tribute. Ein Großteil der Oldtimer-Strecke wurde auch vom Ferrari Tribute befahren. Für die Ferraristi begann die Veranstaltung in Desenzano del Garda, wo eine fast so große Menschenmenge wie in Brescia den Start bejubelte. Der älteste Wagen war ein Dino aus 1965. Außerdem waren viele neue Modelle vertreten, sodass die aktuelle Baureihe praktisch komplett war: GTC4 Lusso, GTC4 Lusso T, 488 GTB und Spider, sowie 812 Superfast. Am ersten Tag liefen die Ferraris in Pesaro ein, am zweiten Tag hieß der Zielort Rom, wie bei der Mille Miglia. Am Freitag machten die 99 Autos in Salsomaggiore Halt, um am Samstag nach Brescia zurückzukehren, wo die Ferraris an der großen Abschlussparty der Veranstaltung teilnahmen.