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08/08/2017

Ferraris Geschichte in Pebble Beach

Da der Pebble Beach Concours d'Elegance 2017 Ferrari Tribut zollt, lassen wir die kalifornischen Träume des Cavallino Rampante Revue passieren.

Am 17. August stehen die makellosen Fairways von Pebble Beach wieder im Zeichen des alljährlichen Concours d'Elegance. Die schönsten Autos aus der ganzen Welt werden diesen ruhigen Abschnitt der kalifornischen Küste passieren, um die größten Automobilleistungen der Menschheit zur Schau zu stellen. 

 

In diesem Jahr verspricht die Veranstaltung umso bemerkenswerter zu werden, da Ferrari seinen 70. Geburtstag feiert und es spezielle Klassen für seine historischen Rennsieger und Unikate gibt. Ferrari Nordamerika wird seinen eigenen 70-Jahr-Jubiläum-Concours am Samstag abhalten und lädt die Öffentlichkeit dazu ein, an diesem sensationellen Treffen entlang des legendären 18. Loches teilzunehmen.

Die Wurzeln des Concours d'Elegance reichen jahrhundertelang zurück, als sich der betuchte Adel aus dem Paris des 17. Jahrhunderts traf, um seine exquisit gearbeiteten Kutschen und den unendlichen Reichtum zur Schau zu stellen – gewissermaßen ein gehobenes „Cars and Coffee“ für eine Generation in Strumpfhosen und Perücken.

 

Und da die extravagante Pferdekutsche dem nicht weniger außergewöhnlichen Automobil gewichen ist, hat sich dieses Bedürfnis, sich auszutauschen, zu vergleichen und miteinander zu konkurrieren nur noch gesteigert.

 

In den Anfängen im Jahre 1950 folgte Pebble Beach dem Format des mittlerweile bestens etablierten Concorso d‘Eleganza Villa D'Este in Italien. Die Hauptattraktion wurde hier aber ein vom Sportwagen-Club von Amerika organisiertes Straßenrennen, in dessen Schatten der statische Concours stehen sollte. 

Wenig überraschend konnte Ferrari hier in den US-Sportwagen-Kreisen schnell Fuß fassen. Seine ungewöhnlichen, aber agilen 166 MM und 212 erwiesen sich in den frühen 1950er Jahren gegenüber der schwereren und primitiveren US-Konkurrenz als äußerst vielversprechend. 

 

Letztendlich sollte Ferrari vier der sieben Rennen gewinnen, bevor die Veranstaltung 1956 aufgrund von Sicherheitsbedenken abgeschafft wurde. Damit war der Platz in Pebble Beach gesichert, und Ferrari wurde im Laufe der Jahre ein wichtiger Teil dieser elitären und exotischen Gesellschaft.

 

Seit den sechziger Jahren hat der Concours stetig an Größe und Prominenz zugenommen. Heute sieht man hier Vor- und Nachkriegsautos, die streng nach einer anspruchsvollen Kombination aus Zustand und Originaltreue beurteilt werden.

 

Die Gewinnermodelle sind in der Regel in einem noch besseren Zustand als frisch vom Werk und in jeder Hinsicht makellos. Bei etwaigen erneuerten Komponenten wird peinlich genau auf das Herstellungsdatum geachtet. Der Standard verlangt Perfektion und scheint diese ausnahmslos zu übertreffen.

 

Im Laufe der Jahre standen Ferraris aus jedem Jahrzehnt im Rampenlicht und heimsten Bewunderung und Auszeichnungen in Renn- und Straßenfahrzeugklassen ein. Aber erst 2014, als ein 1955 375 MM Scaglietti Coupé den begehrten Titel „Best of Show“ gewann, holte sich ein Ferrari den ersten Gesamtsieg. Das erste Mal seit 1968, dass ein Nachkriegsauto gewonnen hatte.

Die Aufmerksamkeit zum Detail ist hier zuverlässig kompromisslos, die Konkurrenz immer heftig. Laut einer Anekdote zu Pebble Beach aus den 1960er Jahren soll eine Teilnehmerin ihre Verspätung bei einer Pre-Event-Party damit begründet haben, dass sie den Unterboden ihres Wagens mit Christian Dior Nagellackentferner gesäubert hatte.

 

Die Bühne ist also wieder bereit, und wie hart die Konkurrenz im Jahr 2017 auch sein mag, wie auch immer das Ergebnis aussieht, es wird sicher ein unvergessliches Jahr für Ferrari und seine Fans.



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